Wohnen in Freiburg: Wie Genossenschaften Wohnungen vergeben
Shownotes
Das erfährst du in dieser Folge:
- Wohnungsvergabe: Warum große Familienwohnungen für Haushalte mit Kindern vorgesehen sind und barrierefreie Wohnungen vorrangig an ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen gehen.
- Mitgliedschaft und Bewerbung: Bestehende Mitglieder werden zuerst berücksichtigt. Auch Nichtmitglieder können zum Zug kommen, müssen für das Wohnen beim Bauverein aber Mitglied werden. Eine Mitgliedschaft bedeutet keine sofortige Wohnungszusage.
- Wohnsicherheit: Was Dauernutzungsverträge vom klassischen Mietvertrag unterscheidet und warum Eigenbedarfskündigungen beim genossenschaftlichen Wohnen ausgeschlossen sind.
- Gemeinschaft im Alltag: Wie Nachbarschaftshilfe, Quartierstreffs und Angebote für unterschiedliche Lebensphasen das Wohnen ergänzen.
- Bezahlbarkeit und Klimaschutz: Welche Herausforderungen Baukosten, Vorschriften, energetische Sanierungen und der Wechsel zu erneuerbaren Energien mit sich bringen.
- Perspektiven für Freiburg: Warum Marc Ulrich auf einfacheres Bauen setzt und welche Pläne der Bauverein für Dietenbach verfolgt – sofern er den Zuschlag für Grundstücksflächen erhält.
Für Wohnungssuchende: Jede Wohnung wird ausgeschrieben und erfordert eine Bewerbung. Eine frühzeitige Mitgliedschaft kann die Chancen verbessern; Geduld bleibt angesichts der hohen Nachfrage wichtig.
Transkript anzeigen
00:00:00: Money Beats, mehr Plan fürs Geld.
00:00:02: Dein Podcast wenn du Finanzen endlich verstehen willst für weniger Chaos auf dem Konto und mehr Freiraum für das was wirklich zählt.
00:00:09: Studierende auf Wohnungssuche die junge Familie die mehr Platz braucht oder dass ältere Ehepaar sich eine barrierefreie Wohnung wünscht.
00:00:16: Wohnen ist einfach ein Thema das uns alle beschäftigt Und gerade in Freiburg einer der attraktivsten Städte Deutschlands ist Wohnraum gefragt wie selten zuvor.
00:00:25: Doch wie sieht die Realität aktuell aus?
00:00:28: welche Herausforderungen bringen steigende Kosten, Nachhaltigkeitsanforderung und der zunehmende Wohnraumbedarf mit sich.
00:00:34: Wie wohnen wir morgen?
00:00:35: Und übermorgen?
00:00:37: Und vor allem welche Lösungen gibt es damit wohnend bezahlbar und lebenswert bleibt?
00:00:41: Darüber will ich heute sprechen mit einem Mann, der die Entwicklung am regionalen Wohnungsmarkt seit Jahren aus nächster Nähe begleitet im Vorstandsvorsitzenden des Baufeindpreisgau Marc Ullrich.
00:00:50: Ich habe jede Menge Fragen deshalb steigen wir direkt ein!
00:00:53: Los geht's.
00:00:54: herzlich willkommen zu einer neuen Folge Money Beats.
00:00:58: Und jetzt geht's los.
00:00:59: Hallo, lieber Marc!
00:01:01: Herzlich willkommen und schön dass du da bist.
00:01:03: Hallo vielen Dank das ich heute hier sein darf und ein bisschen was so zum genossenschaftlichen Wohnen berichten kann.
00:01:08: Ja ich habe es ja gerade eben schon gesagt.
00:01:09: Ein Thema das uns alle betrifft dich und mich und eigentlich alle die uns zuhören.
00:01:15: und gleich meine erste Frage Hand aufs Herz bestimmt haben dich schon mal bekannte Freunde verwandte gefragt Du schaffst doch beim Bauverein kannst du nicht irgendwie eine Wohnung zuschuss
00:01:27: dann?
00:01:27: Ja, ich muss gestehen.
00:01:28: Das kommt schon hin und wieder mal vor.
00:01:30: aber wir haben ja bei uns im Bauverein konkrete Vergabegrundsätze nach denen vergeben werden auch unsere Wohnung und daran halten wir uns aussträgt.
00:01:39: gerade bei Genossenschaften gilt ihr dieser Gleichbehandlungsgrundsatz Und das wollen wir auch leben.
00:01:43: da achten wir drauf und er wird niemand bevorzugt und benachteiligt klingt
00:01:47: fair
00:01:48: absolut.
00:01:49: jetzt bist du schon seit fast zehn Jahren glaube ich im Vorstandsvorsitz.
00:01:53: ist es richtig das richtig gelesen der größten Wohnungsbaugnussenschaft in Freiburg auch, wenn du jetzt Freiburk oder des Preiskaus so in drei Worten zusammenfassen müsstest.
00:02:04: Was würde dir da einfallen?
00:02:07: Also Freiburt ist natürlich eine tolle Stadt, tolle Regionen.
00:02:10: in drei Wörtern vielleicht lebenswert aber auch dynamisch und innovativ finde ich Freiburger
00:02:18: Mega stark.
00:02:20: um dich ein bisschen kennenzulernen.
00:02:21: Ich habe gelesen privat.
00:02:22: Ich hoffe das stimmt.
00:02:23: auch dass Du mal in der baseball Bundesliga gespielt hast Stimmt, gell?
00:02:27: Ja.
00:02:29: Auch das stimmt!
00:02:30: Das war schon eine aufregende Zeit die mich auch wirklich wesentlich geprägt hat.
00:02:34: gerade ich glaube im Leistungssport da lernt man früh Verantwortung zu übernehmen und man lernt auch mit Drucksituationen umzugehen.
00:02:43: genauso wie im Sport wie auch im Beruf ist es auch ganz wichtig dass man als Team agiert.
00:02:48: also Teamleistung ist da was Wesentliches.
00:02:54: Ja, in meiner Freizeit bin ich schon noch ein bisschen aktiv.
00:02:57: Ich darf hier bei den Freiburg Knights, spiele ich noch ein wenig Baseballer aber ich mache auch so ein bisschen Fitness gelaufen Fahrrad fahren.
00:03:05: also man muss sich schon fit halten heutzutage.
00:03:08: Rundum sportlich würde ich sagen und jetzt interessiert es mich persönlich aber bestimmt ganz viele Zuhörende natürlich auch wie wohnt denn der Vorstandsvorsitzende des Bauvereins selber?
00:03:17: Also privat!
00:03:19: Das ist eine gute Frage.
00:03:21: In Freiburg ist es ja für jeden nicht einfach, Wohnraum zu finden.
00:03:25: Das ging mir oder geht mir eigentlich genauso.
00:03:27: Da gibt's auch keinen Vorstandsbonus.
00:03:30: Wir sind jetzt seit knapp zehn Jahren hier in Freiborg und in dieser Zeit sind wir jetzt schon dreimal umgezogen.
00:03:37: Aktuell wohnen wir im kleinen Rheinhäuschen in Sankt George und fühlen uns da auch sehr wohl.
00:03:41: Also erst mal kein weiterer Umzug geplant.
00:03:44: Nein momentan ist das nicht geplant!
00:03:46: Schön.
00:03:47: Steigen wir mal ein ins Thema ... Es kam ja im Intro auch schon so ein bisschen durch.
00:03:51: Wohnen ist ein super emotionales Thema, das uns alle irgendwie betrifft.
00:03:55: Was glaubst du?
00:03:56: Warum ist es so?
00:03:58: Das Wohnen sind menschliches Grundbedürfnis also es betrifgt uns alle und es betrift uns immer.
00:04:03: Ich glaube deswegen wird's sehr kontrovers und häufig auch sehr emotional diskutiert.
00:04:09: Und das Problem ist einfach in der großen wachsenden oder beliebten Stadt wie jetzt Freiburg.
00:04:14: da stelle ich fest, dass es Angeboten die Nachfrage nicht im Gleichgewicht ist.
00:04:18: Das heißt, es gibt einfach viel zu wenig Wohnungen.
00:04:21: wir haben dann unter Angebot und das führt volkswirtschaftlich ganz klar zu steigenden Preisen.
00:04:28: Und in den letzten Jahren wurde einfach zu wenig Wohnung gebaut und das spüren wir heute am Wohnungsmarkt.
00:04:34: als Bauverein wollen mit dem Trend ein bisschen entgegenwirken.
00:04:37: jetzt allein in den Letzten neun Jahren haben wir vierhundertzwanzig genossenschaftliche Wohnungen gebaut.
00:04:43: Aktuell haben wir auch über hundert Wohnungen in Bau, in Projektierung.
00:04:46: aber das reicht natürlich für eine Stadt wie Freiburg noch nicht.
00:04:50: und wenn jetzt ein junges Paar oder auch jemand älteres zu dir kommt und sagt ich kann es mir eh nicht leisten?
00:04:58: Wie denkst du da?
00:04:58: oder wie antwortest du da?
00:04:59: sagst du ja stimmt oder was ist so deine Antwort?
00:05:04: Ja das ist ein Problem was wir haben also aber alle Generationen, also unabhängig ob jung oder alt allein lebend.
00:05:12: Alle Generationen tun sich in Freiburg schwer Wohnraum zu finden.
00:05:16: Also wir versuchen auch die Lebenssituation immer entsprechend zu berücksichtigen und dann die Wohnung bedarfsgerecht zu vergeben.
00:05:23: Große Familienwohnungen kriegen bei uns nur Menschen mit Kindern.
00:05:26: Und umso mehr Kinder man hat, das hilft dann mehr als der größere Geldbeutel.
00:05:31: Da muss man einfach bedarvsgerecht vergeben wie auch ... ältere Menschen, wenn es darum geht barrierefreie Wohnung zu vergeben.
00:05:39: Dann haben da auch ältare Menschen oder auch Menschen die Bewegungs eingeschränkt sind vor Fahrt.
00:05:44: Also würdest du nicht sagen Freiburg ist einfach zubeliebt?
00:05:47: Eigentlich was Schönes oder Freiburger ist halt beliebt und man muss halt gucken.
00:05:51: Ja also Freibur ist Zuzugsregion
00:05:54: nach wie vor
00:05:55: absolut.
00:05:55: Wir haben eine tolle Region Die schönste Genau!
00:05:59: Die Universität sorgt auch dafür dass laufende junge Menschen in die Stadt kommen Und sie möchten natürlich hier bleiben eben, was ja schön ist.
00:06:07: Das ist total schön!
00:06:08: Du hast ja hoffentlich auch vorzuleiben?
00:06:09: Ich bin jetzt hier geboren und sehe es von der anderen Seite.
00:06:12: ich möchte auch bleiben.
00:06:16: Jetzt ganz ketzerisch gefragt um warum dauert Bauen dann so lange?
00:06:20: können wir nicht einfach hingehen und sagen dann bauen wir halt mehr.
00:06:22: du hast gesagt hundert Wohnungen sind gerade im Bau.
00:06:24: warum machen wir nicht zweihundert dreihundert draus?
00:06:27: Ja das wäre schon wünschenswert.
00:06:29: aber wer schon mal gebaut hat da weiß was für eine Herausforderung das ist.
00:06:33: also wenn wir heute neu bauen dann müssen wir allein zwanzigtausend Gesetze und Verordnung beachten.
00:06:39: Und das dauert natürlich seine Zeit, und verteuert auch das Wohnen.
00:06:43: Das ist ja ein Problem, dass sich viele Menschen nicht mehr die Wohnung leisten können, weil durch teures Bauen werden die Mieten höher und dann können sich die Menschen nicht leisten.
00:06:52: Ich glaube, wir müssen da einfach lernen wieder einfacher zu bauen.
00:06:56: Also wenn Wohnt bezahlbar bleiben soll, dann brauchen jetzt nicht irgendwie diesen Goldstandard von den Wohnungen sondern wir müssen wieder einfache bauen.
00:07:05: Aber da habe ich jetzt große Hoffnung.
00:07:06: Ich setzte auch viel auf den Bauturbo, der ja die Bundesregierung beschlossen hat.
00:07:12: Aber hier haben die Kommunen dann die Möglichkeit um Wohnraum zu schaffen und die Möglichkeiten bei der Vergabe von Baurechten zum Beispiel zwei Stockwerke mehr zu genehmigen als es ursprünglich im Bebauungsplan drin war.
00:07:24: Da setzt sich schon mal Helfen drauf.
00:07:26: Und wenn du jetzt auf Freiburg guckst welche Stadtteile sind so die beliebtesten?
00:07:31: Gibt es welche, die gerade eine besonders starke Entwicklung in deinen Augen durchmachen?
00:07:35: In Freiburg sind alle Stadtteile nachgefragt.
00:07:38: Nein das ist tatsächlich so da gibt's keinen Unterschied.
00:07:42: also was ich immer sage Ich finde vielleicht Haslach ist einer der unterschätztesten Stadtteilen und Haslacht bietet eigentlich alles Top-Infrastrukturen schönen Ortskern
00:07:52: Superzentrum
00:07:54: zum Zentrum absolut.
00:07:56: Aber also ich setze jetzt viel auch auf den neuen Stadtteil Dietenbach.
00:08:00: Also ich find´s positiv dass es einen neuen Stadtteil gibt, das wir da zusätzlichen Wohnraum schaffen können.
00:08:06: Sehr schön!
00:08:08: Ich habe noch was mitgebracht.
00:08:10: Das hab ich dir nur nicht gezeigt.
00:08:12: Mal gucken ob du sofort erkennst.
00:08:14: Weißt du, was ich hier in der Hand hab?
00:08:16: Oh, das ist schon einige Jahre zu Ende alt.
00:08:20: Wir müssen's vielleicht erklären wenn du es sofort erkannt hast.
00:08:22: möchtest du unseren Zuhörnern mal erklären, was sich da in der hand hat?
00:08:26: Ja, das is ein altes Mitgliedsbuch.
00:08:28: Jetzt sag doch, bist
00:08:29: du alt nicht ständig?
00:08:31: Das ist die Osa Farbe.
00:08:32: Das ist der Osa-Farbe, die mich da animiert ist zu sagen.
00:08:38: Wenn man Mitglied in der Genossenschaft werden will oder wenn man im Bauverein wohnen möchte dann muss man Mitglieder der Genosenschaft werden.
00:08:44: und ich sehe... Du hast so ein Mitgliedsbuch.
00:08:47: das war damals noch der Bauverein Freiburg also nicht Bauverein Breisgau heißt du bist Mitglied bei uns.
00:08:52: das freut mich und da hast du natürlich auch einen Vorteil wenn's mal darum geht, Wohnraum zu bekommen.
00:09:00: Dann hast du auch die Chance bei uns eine Wohnung zu bekommen?
00:09:03: Ich hab nämlich ne Mitgliedsnummer damals bekommen, die ja relevant ist nachher bei der Wohnungsvergabe und ich habe da mal reingeguckt.
00:09:09: natürlich verrat es jetzt nicht genau aber... Habs zum einjährigen Geburtstag hab' ich's bekommen und da steht nichts anderes drin als die Einzahlung damals!
00:09:16: twelvehundert Marc waren das wohl dreimal irgendwie keine Ahnung Und hat sich nichts dran geändert, die Mitgliedsunummer ist natürlich die gleiche.
00:09:23: Ich habe es deswegen mitgebracht, weil glaube ich jetzt viele Zuhörende nicht unbedingt wissen was genossenschaftliches Wohnen ist.
00:09:30: Du hast das jetzt gerade gesagt man muss Mitglied sein aber vielleicht kannst du noch mal ein zwei Worte dazu sagen?
00:09:35: Was heißt die Gemeinschaft der Mitglieder?
00:09:36: bin ich in einem Club oder ich weiß es natürlich ich bin ja von der Volksbank wir sind auch eine Genossenschaftsbank.
00:09:41: Aber dass du es einfach nochmal kurz erläuterst
00:09:44: Ja ich fange vielleicht mal anders an.
00:09:46: also Wohnungsbaugenossenschaften stehen grundsätzlich für gesunde sicheres und bezahlbares Wohnen.
00:09:52: Allein.
00:09:52: in Deutschland gibt es gut zweitausend Wohnungsbaugenosenschaften, die über zwei Komma zwei Millionen Wohnung in Deutschland bewirtschaften.
00:10:00: Und die Besonderheit bei Wohnungsgenossenschaften ist wie du jetzt selber auch schon gespürt hast dass die Menschen lieber uns wohnen Mitglieder sind.
00:10:08: das heißt die Menschen die wir uns wohnen sind Mitglied in der Genossenschaft und über diesen Mitgliedsanteil den du da auch in deinem Sparbüchler hast gehört die Wohnung, in denen die Menschen dann wohnen.
00:10:19: Gehört den Menschen zu einem Minipruchteil und deswegen haben sie da einen besonderen Mieterschutz.
00:10:26: Es gibt bei uns auch im genossenschaftlichen kein Mietvertrag sondern Dauernutzungsverträger.
00:10:31: Das ist so was Ähnliches wie ein lebenslanges Wohnrecht.
00:10:34: also das ist das Maximum an Mieterschutz was es eigentlich gibt.
00:10:39: So Eigenbedarfskündigung, die ist ja immer wieder mal am Markt oder die immer wieder vorkommt, die gibts nicht.
00:10:44: Die sind gesetzlich ausgeschlossen und das ist auch durch das Genossenschaftsgesetz, ist es geschützt.
00:10:51: Unsere Aufgabe als Wohnungsbaugenossenschaften ist der sogenannte Förderauftrag.
00:10:56: Das heißt wir müssen die unsere Mitglieder und die Menschen, die bei uns wohnen, die müssen wir fördern und wir identifizieren diesen Förder Auftrag so dass wir den menschenbezahlbaren Wohnraum anbieten stark und das ganze dauerhaft ja.
00:11:13: Also es ist schön, das nochmal zu hören.
00:11:14: Für mich war's natürlich klar weil wie gesagt von der Volksbank bei uns ist es ja auch... Der Mensch steht im Mittelpunkt und unser Auftrag ist es dem Mitglieder zu fördern in ihrem Wirtschaftszweck was auch immer sie tun entweder gewerblich oder privat.
00:11:25: eben und bei euch ist es eben das Thema Wohnen.
00:11:28: und besonders interessant eben nochmal das Thema ich kann nicht einfach rausgekickt werden aus meiner Wohnung.
00:11:32: Das finde ich noch mal total wichtig
00:11:34: absolut.
00:11:35: Dadurch wirken wir auch voll in dieses Gemeinwohl ein.
00:11:38: Man spricht ja immer von der Gemeinwohlwirkung und die haben wir einfach nachweislich über unseren Förderauftrag, dass wir da positiv in die Region agieren.
00:11:48: Gibt es denn oder gab's in deiner Laufbahn eine oder andere positive wie auch negative Erlebnisse wo du sagst das hatte ich besonders geprägt?
00:11:55: Oder besonders erinnerst du dich dann irgendwas mit einem Mieter oder glaubts mal ein Erlebnis?
00:12:00: Ja sie bin ja viel in unsern Wohnquartieren unterwegs und ich suche auch aktiv immer den Kontakt zu unseren Mitgliedern, damit ich natürlich weiß was so die Vorstellungen in der Genossenschaft sind wo die Tendenzen hingehen.
00:12:14: Was mir aber wirklich nicht so nachdenke im Gedächtnis geblieben ist es war bei einer Mitgliederversammlung von unserem Nachbarschaftsverein.
00:12:22: wir haben auch einen gemeinnützigen Nachbarschaftverein.
00:12:24: da findet dann einmal im Jahr die Mitglieder Versammlung statt und da hat mich eine ältere Dame angesprochen ob sie Nachbarschaftshelferin werden darf.
00:12:34: Jetzt muss ich ein bisschen ausholen und das erklären über unseren gemeinnützigen Nachbarschaftsverein, bieten wir die Nachbarsschaftshilfe und die Alltagshilfe an.
00:12:42: Das heißt, wir bringen Hilfesuchende und Helfende zusammen, die sich dann die Ehrenamtlich aufeinander aufpassen.
00:12:49: Und das Schöne war, dass diese ältere Dame mich gefragt hat – die war aber selber schon über neunzig!
00:12:56: sollte der Dame ja geholfen werden, was wir jetzt auch machen.
00:12:58: Aber das zeigt einfach dieses ehrenamtliche Engagement oder dieser Solidargedanke wird bei uns im Bauverein auch wirklich gelebt.
00:13:06: Total schön!
00:13:07: Schöne Geschichte.
00:13:08: Es übrigt sich fast schon ein bisschen die Frage weil sie es glaube ich erklärt aber was macht dich besonders stolz beim Bauvereinen?
00:13:13: Ist es das dieses Miteinander, dieses besondere gemeinschaftliche Wohnen?
00:13:18: Ja, absolut.
00:13:19: Wir betrachten aber auch das Wohnen so ganzheitlich.
00:13:21: also bei uns geht es jetzt nicht nur separat um die Wohnung.
00:13:24: wir beachten das ganze Wohnumfeld und versuchen immer über innovative Lösungen des Wohnens für unsere Mitglieder oder auch für die Region zu optimieren Und da ist vielleicht eine Besonderheit dass wir das wohnen und soziale Infrastruktur schon seit vielen Jahrzehnten miteinander verknüpfen.
00:13:42: Wir durften erst In der vergangenen Woche haben wir vierzigjähriges Bestehen von unserer ersten Seniorenwohnanlage gefeiert.
00:13:49: Wir haben uns schon vor vierzig Jahren unsere Vorgängerinnen und Vorgängern damit beschäftigt, wie gehen wir auch mit dem Wohnen im Alter um?
00:13:57: Sieht eigentlich auf der Hand!
00:13:59: Eigentlich wenn man es jetzt so im Ganzen betrachtet ist ja nicht nur die erste kleine eigene Wohnung sondern ja auch am Ende irgendwie das lebenswerte Wohnen barrierefrei oder vielleicht sogar in einem Seniorenheim
00:14:11: Absolut, also für alle Lebensphasen bieten wir was.
00:14:14: Wir haben auch ein eigenes Pflegeheim in der Genossenschaft.
00:14:17: aber auch für junge Familien tun wir natürlich viel.
00:14:20: Wir habe große Familienwohnungen.
00:14:22: oder zum Thema wieder soziale Infrastruktur?
00:14:25: Wir haben allein siebzehn Kindertagesstätten in der Super, es klingt mega und ich könnte
00:14:40: mir jetzt vorstellen dass ganz viele auch sagen oh das will ich auch Mitglied werden.
00:14:44: Ist die Wohnungsvergabe wirklich nur für Mitglieder?
00:14:47: Also ohne Ausnahme sagt da vielleicht noch mal was dazu.
00:14:50: also bei uns können auch Menschen die noch kein Mitglied sind eine Wohnung bekommen
00:14:55: aber
00:14:56: Die Nachfrage ist natürlich so groß, dass in unseren Vergabegrundsätzen auch drinsteht.
00:15:01: Es ist natürlich zuerst die Mitgliederliste abgearbeitet wird.
00:15:04: wenn aus der Mitgliederschaft keiner eine Wohnung haben möchte oder die gerade ausgeschrieben ist dann haben auch Menschen die nicht Mitglied in der Genossenschaft sind eine Chance eine Wohnung zu bekommen.
00:15:13: sie müssen da natürlich Mitglied werden.
00:15:15: also noch nicht
00:15:17: richtig genau.
00:15:18: es lohnt sich immer weil's gibt ja auch ne Dividende und so selbst wenn man jetzt grade nicht bei euch eine Wohnung sucht oder einem mietet, kann man ja trotzdem als Mitglied profitieren.
00:15:27: Also es gibt ja immer durchaus Lebenswendung.
00:15:30: nur weil ich jetzt eine Mitgliedschaft als Kind schon bekommen habe heißt das nicht dass sich die kündigen muss wenn ich nicht mehr bei euch wohne.
00:15:35: Richtig aber das ist auch häufig so des Großeltern oder Eltern ihren neugeborenen Kind dann zur Geburt die Mitgliedschaft in der Genossenschaft schenken, dass wenn derjenige dann mit zwanzig-fünfundzwanzig Wohnungsstaater ist, dass er dann gute Chancen hat auch schnell eine Wohnung zu bekommen auch Wohnen im Alter, es lohnt sich immer.
00:15:55: Auch wenn man sagt okay ich brauche vielleicht in zwanzig dreißig Jahre eine barrierefreie Wohnung dann bin ich schon zwanzigg dreißige jahre Mitglied in der Genossenschaft, wenn ich dann mal so ne Wohnung brauch und dann habe ich auch gute Chancen schnell eine Wohnung zu bekommen.
00:16:09: Jetzt interessiert mich natürlich wie hoch ist denn ein Anteil im Moment?
00:16:12: Was müsste ich denn jetzt als Mitglied
00:16:14: investieren?
00:16:15: Ein Mitgliedsanteil sind onehundertfünfundfünfzig Euro.
00:16:18: Okay also machbar!
00:16:20: Absolut
00:16:21: Ich würde es gerne mal noch ein bisschen praktisch machen, stellen wir uns vor.
00:16:23: Wir haben eine junge Familie also ganz typischer Fall vielleicht zwei kleine Kinder.
00:16:27: Die haben es bisher ausgehalten in der ersten kleinen Zweizimmerwohnung und das wird jetzt langsam zu klein.
00:16:33: Also drei Zimmer viel habe ich.
00:16:34: vier Zimmer wäre natürlich schön möglichst zentral optimal mit Garten oder wenigstens mit Balkon zentrall in der Nähe von der Kita oder der Schule.
00:16:42: Ist es utopisch?
00:16:43: oder was müsste ich jetzt spätestens tun, wenn man unseren Podcast hört um eine Wohnung zu bekommen?
00:16:48: Wir vermieten oder vergeben unsere Wohnung ja bedarfsgerecht.
00:16:52: Also wir haben das schon im Fokus dass wir die Wohnung so belegen möchten und das tun wir auch, dass die richtigen Menschen dann in den Wohnungen sind.
00:17:00: Das heißt die großen Wohnungen sollen Menschen oder Familie mit Kindern bekommen, barrierefreie Wohnungen wie eben erwähnt sollen Menschen mit einer Einschränkung bekommen.
00:17:08: So vergeben wir unsere Wohnung und da darf man auch die Hoffnung nicht aufgeben.
00:17:12: wenn ich jetzt zehn Jahre in der Wohnungsstaaterwohnung gelebt habe bei uns und dann brauche ich aber eine größere Wohnung weil letztens zwischen zwei drei Kinder da sind hat man auch Chancen, bei uns eine Wohnung zu bekommen.
00:17:23: Man muss sich aber wie alle anderen dann auch um diese Wohnung bewerben.
00:17:27: also wir schreiben jede Wohnung aus das ich jeder Bewerben kann und im Gleichbehandlungsgrundsatz hat dann jeder die gleichen Chancenen.
00:17:34: Klingt wieder fair!
00:17:36: Ich habe noch ne Frage zum Thema Nachhaltigkeit.
00:17:38: für mich hat es jetzt vom... Also nachhaltigkeit hat ja mal so zwei Dinge.
00:17:42: des einen ist es energetische da will ich auch gleich noch drauf aber auch dass andere Nachhaltigkeiten im Sinne von Lebenszyklus so wie du's gesagt hast Lebensphasen und Lebenszyklen bezogen.
00:17:53: Wie nachhaltig ist genossenschaftliches Wohnen?
00:17:56: Ich sage immer, Genossenschaften sind die Nachhaltigste Gesellschaftsform.
00:18:00: Ich habe auch schon mal gesagt wir Genossschaften haben eigentlich die Nach haltigkeit erfunden.
00:18:05: warum?
00:18:06: Wir agieren ja einmal laut Gesetz und auch nach Satzung von jeder Genossenschaft, nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten.
00:18:13: Das sind jetzt so keine Floskeln sondern der Fokus liegt bei uns hier auf der Mitgliederförderung.
00:18:19: also wir fördern unsere Mitglieder unserer Menschen hier vor Ort.
00:18:23: das liegt natürlich auch an unserem Geschäftsmodell der Immobilie wie der Name schon sagt.
00:18:28: wir sind da immobil also wir sind hier vor ort regional verbunden und versorgen unsere Menschen mit Wohnraum dauerhaft.
00:18:36: Und das Ganze, jetzt kommt's ohne Gewinnmaximierungsabsichten.
00:18:40: Und es führt natürlich auch zu dieser Bezahlbarkeit den Wohnraum, dem wir zur Verfügung stellen.
00:18:46: Wir sind aber in der Region noch viel mehr aktiv!
00:18:48: Wir sind ein großer Arbeitgeber in der Region.
00:18:51: Wir beschäftigen aber auch ausschließlich des regionale Handwerk.
00:18:55: Wir geben da keine Verträge zu irgendwelchen Subunternehmern die außerhalb von Deutschland kommen oder aus ganz anderen Regionen sondern Wir beschäftigen das regionale Handwerk.
00:19:05: Warum?
00:19:06: Die Menschen, die im regionalen Handwerk arbeiten, die wohnen ja teilweise auch bei uns und wir wollen so diese Wertschöpfungskette geschlossen halten und in der Region investieren.
00:19:17: Man darf auch nicht verschweigen.
00:19:18: Wir sind auch ein großer Steuerzahler in der Region.
00:19:21: also ich glaube auch die Kommunen freuen sich dass wir hier vor Ort aktiv sind.
00:19:27: Schöner kreislauf.
00:19:29: Ganz kurz, ich würde noch bei dem Thema Energie ein bisschen bleiben.
00:19:32: Du weißt ja wo ich wohne?
00:19:33: Wir haben im Vorgespräch schon drüber gesprochen.
00:19:35: da wird gerade wahnsinnig viel investiert.
00:19:38: Wir haben das Thema Erdwärme gehabt wir haben Photovoltaik und so weiter.
00:19:43: ist genossenschaftliches Wohnen also jetzt energieeffizienter als wenn ich privat wohne?
00:19:50: oder kann man so gar nicht sagen.
00:19:53: Und doch!
00:19:53: Ich glaube schon.
00:19:54: Also ich glaub da können wir ganz offensiv mit umgehen.
00:19:57: warum?
00:19:59: Wir sind ja Bestandshalter.
00:20:00: Das heißt die Immobilien, die wir bauen, die behalten wir bei uns in den Beständen.
00:20:04: Wir haben Objekte, die unser Gründungsbau zum Beispiel ist schon über hundert Jahre alt und der ist tip top saniert.
00:20:10: Warum?
00:20:11: Wir betrachten immer den ganzen Lebenszyklus einer Immobilie.
00:20:14: Das heisst nach zwanzig dreißig Jahren muss natürlich das Haus einmal aus in die Gebäudehülle aber auch in die Wohnung saniert werden.
00:20:22: Und deswegen beschäftigen wir uns auch schon seit Jahrzehnten mit dem Thema Energieeffizienz Und auch Klimaneutralität.
00:20:29: Da bildet jetzt natürlich das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung den neuen Rahmen, dass man den kompletten Gebäudesektor in Deutschland bis zum Jahr zwei Tausendfünfundvierzig klimaneutral umbauen muss.
00:20:41: Das heißt wir müssen wegkommen von fossilen Brennstoffen hin zu regenerativen Energiequellen und da hilft uns in der Genossenschaft, dass wir schon seit Jahren energetisch sanieren und jetzt müssen noch die fossilen Brennstoffe wie Erdgas oder Öl aus den Gebäuden rausbekommen.
00:20:59: Aber da sind wir auf einem sehr guten Weg und das zeigen auch die Werte von unserer Klimastrategie, also da wird einfach nochmal die Geschäftspolitik der letzten Jahrzehnte für die ich jetzt nicht verantwortlich bin, die wird da einfach noch mal bestätigt, dass man schon damals vorausschauend agiert hat.
00:21:15: Großes spannendes Feld!
00:21:16: Ich habe noch eine Frage ein bisschen im eigenen Interesse.
00:21:19: gibt es beim Thema Mob?
00:21:21: Bielen arbeiten, also viel mehr Menschen arbeiten ja jetzt mobil.
00:21:25: Gibt es da auch den Anspruch von Leuten?
00:21:27: Hörst du das manchmal dass die sagen Ja ich brauche jetzt kein Kinderzimmer aber ich hätte gerne ein Arbeitszimmer.
00:21:32: Das muss doch Standard sein.
00:21:33: mittlerweile Ist das ein Thema bei euch.
00:21:35: Also einfach einen Zimmer mehr Aber nicht für ein Kind.
00:21:38: Ja also Die Ansprüche diese sind diesen tatsächlich Vielfältig.
00:21:41: Ich glaube aber die größere Herausforderung die wir in der Wohnungswirtschaft oder überhaupt Der Gebäude Sektor in Deutschland hat ist das Thema des demografischen Wandels.
00:21:51: Also spüren wir viel mehr, dass wir eigentlich barrierearme Wohnungen brauchen für die Menschen.
00:21:56: Sechzig-Siebzig plus gibt es bei uns ja auch wenn man sich allein die Statistik der Stadt Freiburg anschaut inzwischen.
00:22:03: Zweiundachtzig Prozent der Menschen sind ein und zwei Personenhaushalte.
00:22:07: das sind jetzt nicht nur die jungen Studenten sondern da sind auch viele ältere Menschen dabei und da brauchen wir barrieren arme Wohnung.
00:22:13: ich glaube das ist die viel größere Herausforderung.
00:22:17: okay verstehe ich total.
00:22:19: Ich habe es so von meinem eigenen Umfeld.
00:22:21: Hör ich immer mal wieder, ich brauche ein
00:22:22: Arbeitszimmer.".
00:22:23: Das ist natürlich schon fast ein Luxusproblem ne?
00:22:26: Ich möchte noch einmal betonen mit der Gemeinschaft.
00:22:28: Wir hatten jetzt gerade Lebenszyklus bzw den Förderauftrag von euch aber ich weiß dass ihr noch viel mehr macht.
00:22:35: also du hast vorhin so'n bisschen angesprochen die Hilfe dir anbietet.
00:22:37: aber auch die Nachbarschaftstreff Quartiersarbeit macht ihr viel.
00:22:41: Du hast eine Sprechstunde wo die Leute zu dir kommen können und vor allem Generationenwohn waren war ein Thema.
00:22:48: Ihr macht ja noch Viel mehr macht man noch ein bisschen Werbung für euch.
00:22:53: Danke, das gehört zur DNA des Bauvereins, dass man eben diese Gemeinschaft oder den Solidargedanke seit Jahrzehnten lebt.
00:23:00: also wir beschäftigen uns schon immer mit neuen Wohnformen.
00:23:04: Das Verding ist vielfältig, heute spricht mal viel von Cluster-Wohnung behaupt ich.
00:23:10: aber das haben wir schon vor einem Jahrzehn gebaut.
00:23:13: es hieß damals halt nicht so Fünfzehn Jahren einen eigenen Nachbarschaftsverein, einen gemeinnützigen Quartiersverein gegründet.
00:23:22: Wie eben schon berichtet da bringen wir Hilfesuchende-Helfende zusammen, agieren dabei auch ganz niederschwellig dass wir in unseren Quartierstreffs mittlerweile sechs Quartiertreffs das wieder Angebote haben.
00:23:33: allein im vergangenen Jahr hatten wir bei zwei tausend vierhundert Veranstaltungen über fünfundzwanzigtausend Besucherinnen und Besucher in unserem Quartiestreff.
00:23:44: also ich glaube da sieht man findet richtig was statt.
00:23:47: Auch
00:23:47: vom Ehrenamt getragen, muss man vielleicht nochmal sagen?
00:23:49: Alles
00:23:49: komplett vom Ehrendamt getragen.
00:23:52: Das ist wirklich vorbildlich.
00:23:53: natürlich schicken wir aus der Genossenschaft Personal da rein aber die wesentlichen Akteure sind die ehrenamtlichen das sind die Menschen die vor Ort wohnen.
00:24:02: Wir haben aber auch eine eigene Stiftung vor wenigen Jahren gegründet haben jetzt wahrscheinlich bundesweit das erste Stiftungshaus gebaut bei dem wir zu hundert Prozent geförderten Wohnungsbau betreiben.
00:24:14: Also auch das ist was, wo man der Gemeinschaft helfen kann und der Region auch wieder etwas zurückgeben kann.
00:24:20: Du sagst es Vorbild?
00:24:22: Wenn wir mal so den Blick über den Tellerrand werfen – ich weiß dass es Genossenschaften überall auf der Welt gibt – lohnt sich der Blick.
00:24:30: aus deiner Perspektive.
00:24:33: also macht es auch Sinn mal vom Ausland zu lernen.
00:24:35: machen die was besser als wir?
00:24:37: Der Blick lohnt dich absolut!
00:24:38: Also weltweit auf jedem Kontinent gibt es Genossenschaften, auch Wohnungsbaugenossenschaft.
00:24:44: Eine Milliarde Menschen sind in Genosschaften organisiert.
00:24:47: Ich glaube, das ist schon eine beeindruckende Zahl.
00:24:50: Für uns ist aber die Vernetzung gerade bei den wohnungswirtschaftlichen Themen wichtig grade mit unseren Nachbarn.
00:24:56: Also wir stehen regelmäßig im Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Österreich, in der Schweiz also im Süden.
00:25:02: Wir hatten aber auch letztes Jahr hatten wir Kolleginnen und Kolleginnen aus Norden aus dem Nachbarland also aus Dänemark zu Besuch.
00:25:09: ich war jetzt erst kürzlich in Straßburg hab mir da Die neue Stadtentwicklungsmaßnahme angeschaut, wie dort Wohnraum geschaffen wird.
00:25:18: Und ich behaupte mal da können wir sehr viel von lernen weil wir spüren das im Ausland.
00:25:23: außen rum funktioniert es überall dass man einfach günstig und bezahlbar bauen kann und ich glaube da können Wir uns in Deutschland doch wieder eine Scheibe von abschneiden.
00:25:35: Da wird auch ganz anders mit dem Thema Geschossigkeit umgegangen.
00:25:39: da ist es völlig normal schneller
00:25:40: höher dann Genau,
00:25:41: da ist es völlig normal wenn's ein Neubaugebiet gibt und es geht um Geschosswohnungsbau.
00:25:45: Da wird nicht über drei oder vier Stockwerke rumdiskutiert.
00:25:49: Da baut man sechs, sieben oder auch mal Hochpunkte mit zehn, zwölf Stockwerken.
00:25:54: Lass uns noch eine Schnellfrage Runde dazwischen schieben!
00:25:57: Ich würde super gerne einfach um dich noch besser kennen zu lernen, eine Schnelle Frage Runde machen funktioniert total simpel.
00:26:04: ich stelle dir entweder oder Fragen und du antwortest einfach spontan aus dem Bauch heraus Und das gibt kein richtig oder falsch?
00:26:10: Gut
00:26:11: Bist du bereit?
00:26:13: Legen wir los.
00:26:14: Freiburg oder Umland?
00:26:16: Freiburg!
00:26:17: Altbau oder Neubau?
00:26:19: Neubauer!
00:26:20: Balkon oder Garten?
00:26:22: Garten!
00:26:23: Tiny House Hype, oder die Zukunft?
00:26:26: Ich glaube das ist ein Hype.
00:26:29: Interessant.
00:26:29: Barbecue auf Balkonien und Essen gehen?
00:26:32: Lieber's BBQ!
00:26:34: Public Viewing oder Heimkino?
00:26:36: Heim Kino!
00:26:37: Lange Rote oder Stefans Käsekuchen?
00:26:40: Lange rote!
00:26:41: Bist du eher Teamhandwerke engagieren?
00:26:43: oder das kann ich selbst?
00:26:45: Ich probiere es selber.
00:26:46: Oh,
00:26:46: sehr gut!
00:26:47: Und wenn Du heute nochmal so fünfundzwanzig wärst, würdest Du eher mieten oder kaufen?
00:26:52: Ich glaube, dass Kaufen darf man nicht unterschätzen weil es einfach auch die beste Altersvorsorge ist.
00:26:58: Also Dein Verhältnis ist jetzt nur weil Du im Vorstand des Bauvereins nicht gegenkaufen?
00:27:04: Nein absolut nicht.
00:27:05: also ich gehe da objektiv mit um.
00:27:06: wir brauchen alle Wohnformen auf dem Wohnungsmarkt was auch absolut.
00:27:10: Eigentumswohnungen haben ihre Berechtigungen auf dem Markt.
00:27:13: Die sind ganz wichtig!
00:27:14: Kaufen ist nur noch knapper, also soweit ich das beurteilen kann so in meinen Lebensphasen war du musst ja erstmal die Immobilie kriegen.
00:27:21: Genau.
00:27:22: Also da sind schöne Angebote, schöne Bilder und das ist alles auch ganz toll und das Erstgespräch mit Marklers meistens auch ganz super Und dann muss es erst mal kriegen weil da wahrscheinlich eine Schlange steht.
00:27:32: Ja und wir wollen uns um unsere Mitglieder kümmern, die eben keine Chance haben sich eine Eigentumswohnung zu kaufen.
00:27:37: Die sollen bei uns auch eine bezahlbare Wohnung bekommen.
00:27:41: Und ein Deal wäre ja auch bei euch zum Mieten und parallel was zum Vermieten zu kaufen also rein als Kapitalanlage fürs Alter für später und so weiter schließt sicher nicht aus.
00:27:51: Schließt
00:27:51: sich nicht aus!
00:27:52: Die Möglichkeit gibt es natürlich wobei wir natürlich den Fokus haben für die Menschen die sich sonst schwer auf dem Wohnungsmarkt tun dass sie bei uns eine Chance haben.
00:28:00: Aber verkaufen tut ja keine Immobilien.
00:28:01: Also im Moment da, ich könnte jetzt nicht bei euch hingehen und sagen, ich möchte meine Diebestandswohnung, die ihr habt, die möchte ich euch abkaufen weil ich die so toll finde?
00:28:08: Nein wir verkaufen keine Bestände, weil wir auch keinen Wohnraum jetzt dem Markt also kein Miet-Wohnraum den Markt entziehen möchten.
00:28:15: aber wir sind auch je nach Projekt auch mal als Bauträger aktiv das wir da Einnahmen generieren können, die wird dann wieder in unseren eigenen Bestand investieren können.
00:28:25: Fließt
00:28:25: wieder zurück.
00:28:27: Lass uns noch einen Ausblick!
00:28:30: Wenn ich dich schon da habe, würde ich gerne wissen.
00:28:32: Wie wohnen wir denn?
00:28:33: in zehn ist vielleicht ein bisschen kurz, zwanzig, dreißig?
00:28:35: In fünfzig Jahren?
00:28:37: Das ist schwer zu sagen.
00:28:38: Ich glaube, wir müssen da einfach offen bleiben.
00:28:42: für Veränderung des Wohnen hat sich die letzten Jahre schon immer verändert wird es wahrscheinlich auch in Zukunft.
00:28:49: Wir müssen da aufbleiben.
00:28:53: und gibt's was Generelles, was du dir für die Zukunft wünschst oder Wunsch an die Stadt Freiburg?
00:29:00: Also jetzt wir als Genossenschaften, wir haben es jetzt schon mehrfach gesagt.
00:29:04: Wir sind in der Gemeinschaft eine Solidargemeinschaft und ich glaube wir müssen die Themen gemeinsam erarbeiten.
00:29:08: dann gibt nicht nur schwarz und weiß Es gibt auch dazwischen immer mal Wege die man finden muss.
00:29:14: Und wenn wird das in der Stadtgesellschaft uns daran halten?
00:29:18: Dann schaue ich auch sehr positiv in die Zukunft.
00:29:22: Sehr gutes Schlusswort.
00:29:23: Was gibst du noch für Tipps?
00:29:24: jetzt zum Schluss?
00:29:25: Wohnungssuchenden, die noch kein Mitglied sind also jetzt alle morgen zur Geschäftsstelle in die Zeringer Straße laufen.
00:29:31: Nehmt ihr auch einfach so Mitglieder auf oder gibt es da einen Mitgliederstopp?
00:29:34: Wir nehmen
00:29:34: natürlich Mitglieder aus.
00:29:35: bei uns gibt's keinen Mitglieder Stopp aber das muss man natürlich auch verarbeiten.
00:29:40: Also da braucht keiner sofort zum Bauverein rennen.
00:29:43: wir freuen uns über jeden der natürlich eine Mitgliedschaft zeichnen möchte bei uns.
00:29:50: bisschen Geduld, auch wenn man die richtige Wohnung sucht.
00:29:52: Die Geduld darf man nicht verlieren und dann findet man schon mit der Zeit was.
00:29:58: Und jetzt ganz unter uns.
00:30:00: noch zum Schluss gibt es denn Projekte über die du offiziell noch nicht so sprichst aber hier vielleicht irgendetwas kleines verraten möchtest?
00:30:08: Gibt's irgendwas im Jahr oder in nächster Zukunft?
00:30:11: Ja wir haben natürlich das ein oder andere Projekt in der Pipeline mit dem wir uns beschäftigen.
00:30:16: Die größte Herausforderung ist immer zuerst Grundstücke zu bekommen, Baurecht zu bekommen.
00:30:21: Das ist natürlich eine große Herausforderung.
00:30:24: Ich habe vorhin schon mal den neuen Stadtteil Dietenbach lanciert.
00:30:27: auch wir als Bauverein haben uns jetzt für Grundstücksflächen in Ditenbach beworben und wenn wir den Zuschlag bekommen dann wollen wir auch dem neuen Stadtteil genossenschaftliches Wohnen positionieren.
00:30:38: Perfekt!
00:30:39: Schöner könnte man es ja eigentlich nicht abschließen.
00:30:41: Lieber Marc ich danke dir sehr für dieses Gespräch hat mich sehr gefreut Und ich möchte gar nicht sagen, dass wir uns nicht mehr hören.
00:30:48: Sondern ich würde sagen in einem halben, dreiviertel Jahr hören wir mal was mit dem Dietenbach so weitergeht.
00:30:52: Ich würde mich sehr freuen!
00:30:54: Vielen herzlichen Dank für das
00:30:56: Gespräch.
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